Cousin – Aussprache auf deutsch, aber richtig!

Dein Sprachcoach-Blog

Juni 3

Dieses „Cousin“ schaut auf den ersten Blick schon mal gar nicht deutsch aus und bei der Aussprache klingts immer noch nicht deutscher. Richtig erkannt! Würde es nach uns gehen, würde dieses Wort eher so aussehen: „kuu-seng“ ! Oder „Kuh-seng“! Muuuhh … Ok, so wirklich deutsch klingt das auch nicht! Aber zumindest ist das ein erster Hinweis auf die richtige Aussprache! Einige werden es schon erkannt haben: Das Wort Cousin kommt aus einer anderen Sprache! Es gehört zu den sogenannten „Gallizismen“. Klingt nach Asterix, ist auch fast so 🙂 .

Also im Grunde heißt das einfach nur, dass solche Wörter aus dem Französischen kommen und vor langer Zeit in die deutsche Sprache eingewandert ist. Ja, lieber Deutschlerner, die Liste der Gallizismen in der deutschen Sprache ist lang, es lohnt sich also, sich mit dem Thema und der Aussprache zu beschäftigen. Viele dieser Wörter begegnen dir jeden Tag! Zum Beispiel Portemonnaie, Champignon, Abonnement etc. Ok, jetzt mal alles Wichtige auf einen Blick: Gibt es kein richtig deutsches Wort für Cousin? Warum schreibt man Cousin nicht mit „K“, und warum bitte ist da ein „O“ und ein „U“und auch noch zusammen? Kann man sich das nicht sparen? Und was ist mit diesem -in also „eng“ bzw. „äng“ am Ende?

aussprache cousin cousin und cousine
Das Wort Cousin benutzen wir im Deutschen genauso wie Cousine, aber wie ist eigentlich die genaue Aussprache?

Deutsche Version und Cousin: Aussprache

Tatsächlich sagte man früher auch manchmal „Vetter“ statt „Cousin“. Auch die weibliche Form „Vetterin“ existiert, aber man benutzt beide Formen heutzutage fast gar nicht mehr. Was die Aussprache angeht, würden wir im Deutschen dort, wo in vielen Sprachen ein „C“ steht, natürlich eher ein „K“ benutzen. Auch um den Laut „u“ zu produzieren, brauchen wir kein extra „o“. Die Franzosen jedoch schon! Die Schreibweise ist also hundertprozentig auf die französische zurückzuführen. Ist schwieriger, aber vielleicht hübscher? Denken wir doch mal an die tausenden von „Cafés“, auf deren Schilder NICHT „Kaffee“ steht. Schöner oder nicht, auf jeden Fall respektiert es die französische Schreibweise und damit auch die Herkunft des Wortes. Jetzt zum Ende des Wortes „Cousin“ (Aussprache). Es gibt zwei verschiedene Arten, die akzeptiert werden.

  1. Die französische Aussprache von Cousin ist: [kuˈzɛ̃ː]. Konntest du es lesen? Ein bisschen wie ein kurzes E am Ende, das sofort auf ein Stoppschild und auf das „n“ trifft. Es hat keinen Nachhall, also kein Echo. Es bleibt quasi in der Nase stecken! Diese Nasalvokale sind für deutsche Muttersprachler ganz ungewöhnlich. Probiere mal „Cousin“ zu sagen, mit einem Apfel im Mund. Brauchst du ein bisschen Übung für deine Sprechmuskeln? DeinSprachcoach Maria hilft dir mit ihrem Artikulationsvideo. Die französische Version von Cousin bzw. die Aussprache am Ende kennst du sicher schon von den Wörtern: Mannequin, Gratin oder Satin.
  2. Die deutsche Aussprache ist: [kuˈzɛŋ], also so wie: „Couseng“. Das -in am Ende von Cousin ist auf den ersten Blick komisch, aber du kannst es tatsächlich wie eng also das Gegenteil von weit aussprechen. Nur bitte nicht „Couseng“ schreiben! Na? Ist doch gar nicht so schwer! Diese Endung mit der -eng Aussprache von „Cousin“ ist eine sehr eingedeutschte Version. Auf jeden Fall versteht man dich damit überall. Jetzt sagst du vielleicht: „Cousin“ ? Aussprache? Kein Ding! Aber was ist mit „Cousine“ ?!

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Cousine oder Kusine?

Die Aussprache von „Cousine“ ist [kuˈziːnə]. Wie wird sie geschrieben? Hier gibt es zwei Versionen: „Cousine“ bzw. „Kusine“ ! Oh, wie praktisch – diese „Cousine“ kann man also auch mit „K“ und ohne „ou“ bla bla schreiben. Ja, das ist ok, es ist jedoch nicht immer die erste Wahl und das geht auch NUR bei der weiblichen Form. Was die Aussprache angeht, gibt es hier klare Vorteile, denn man spricht es genau so aus wie man schreibt! „Cousine“ oder „Kusine“ kannst du also wie Mandarine, Routine oder Limousine aussprechen.

Herkunft des Wortes „Cousin“ und Cousin englisch (Aussprache)

Beim Nachschlagen im Wörterbuch merkt man schnell, dass „Cousin“ ursprünglich aus dem Lateinischen kommt, genau genommen von dem Wort „consobrinos“ = was bedeutet: „die Geschwisterkinder zueinander sind“. Ist das nicht süß 🙂 ?! Sobrina oder sobrino kennt man übrigens auch heute noch im Spanischen für Cousine und Cousin. Technisch gesehen ist es das Kind der Schwester/des Bruders eines Elternteiles, also Tochter oder Sohn deiner Tante/deines Onkels. Die englische Aussprache ist nicht ganz identisch mit der Aussprache in Deutsch. In Englisch sagt man Cousin ganz schnell und betont nur die erste Silbe. Im Deutschen hört man bei der Aussprache das -eng am Ende nachklingen, so wie man einen tiefen Ton bei der Seite einer Gitarre nachklingen lassen kann, deng, deng, dengggggg… Wie du siehst, hat sich die französische Schreibweise, auch wenn die Aussprache varriert, in vielen anderen Sprachen genauso durchgesetzt wie im Deutschen.

Cousin Mehrzahl/ Cousin Plural: „Cousins“ (deutsch) und „Cousinen“

Wenn du mehr als einen Cousin hast, sind das also „Cousins“. Das –s wird im Deutschen nur kurz angedeutet (Ist eh schon schwierig genug, -eng-s auszusprechen, puh!). Bei der Mehrzahl von Cousine hast du es einfacher. Man sagt einfach „Cousinen“, so wie man auch „Rosinen“ oder „Gardinen“ sagen würde. Bei der „Cousin“ Aussprache (vor allem Cousin: deutsch) hälst du dich am besten an die Muttersprachler. Hör genau zu, auch beim Ende des Wortes – wie klingt es nach? Da die eingedeutschte Version bei der Aussprache anders ist als die französische, musst du deine Sprechmuskeln eventuell ein bisschen trainieren! Kennst du noch mehr deutsche Wörter, die aus anderen Sprachen stammen? Vielleicht sogar aus deiner Muttersprache? Schreibe sie in die Kommentare!


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Artikel von:

Isabella

Aktuell in Südfrankreich lebend zwischen Lavendelfeldern und Olivenbäumen gebe ich Deutschlernern und Bloglesern weltweit meine Leidenschaft für den Reichtum der deutschen Sprache weiter. Auch als digitale Nomadin denke und fühle ich in meiner Muttersprache.

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