Modale Angaben – Was ist das?

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Januar 30

Zunächst beantworten wir folgende Frage: Was bedeutet „modal“? Dieses Wörtchen bezeichnet die Art und Weise von etwas. Im Deutschen gibt es die sogenannten Modalsätze. Das sind Nebensätze, die die Art und Weise einer Handlung1 aus dem Hauptsatz genauer beschreiben.

Modale Angaben – Definition

Zunächst beantworten wir folgende Frage: Was bedeutet „modal“? Dieses Wörtchen bezeichnet die Art und Weise von etwas. Im Deutschen gibt es die sogenannten Modalsätze. Das sind Nebensätze, die die Art und Weise einer Handlung aus dem Hauptsatz genauer beschreiben.

Hier ist ein Modalsatz-Beispiel: Du kannst deiner Mutter Freude bereiten, indem du ihr Blumen schenkst. Der Nebensatz „… indem du ihr Blumen schenkst“ ist ein Modalsatz, der uns genaue Informationen darüber gibt, wie man seine Mutter glücklich machen kann.

Die modalen Angaben können aber nicht nur in Form von Nebensätzen auftreten, sondern auch als Partikel, Verben und Adverbien. Die modal-Bedeutung war ganz einfach, oder?

So erkennst du eine Modalangabe

Oben haben wir bereits erläutert, in welcher Form die Modalangabe auftreten kann. Lass uns nun einzelne Arten genauer betrachten. Denn wenn wir uns damit auskennen, dann können wir eine Modalangabe schnell erkennen!

Modalangabe als Nebensatz

Eine modale Angabe kann man in Form eines ganzen Nebensatzes erkennen. Diesen nennt man auch „Nebensatz der Art und Weise“. Einen modalen Nebensatz erkennst du daran, dass er mit einem bestimmten Einleitungswort beginnen wurde:

  • Vergleichssätze mit Einleitungswörtern wie und als: Paul verhält sich so, wie wir vermutet haben; er war ganz anders drauf, als wir erwartet haben. Achtung: In solchen Sätzen gibt es einen Tempuswechsel2 im Nebensatz!
  • Vergleichssätze mit je…, desto: Je länger ich warte, desto ungeduldiger werde ich.
  • Nebensätze mit wie: Du weißt ja, wie es mir geht.
  • Mit dem Einleitungswort indem: Du kannst schnell abnehmen, indem du Sport machst und auf eine ausgewogene Ernährung achtest.

Modalangabe mit Adverbien

Solche Adverbien nennt man „Modaladverbien“. Mit ihrer Hilfe können wir die Art und Weise von etwas ausdrücken oder beschreiben, mit welcher Intensität etwas geschieht. Dabei unterscheidet man je nach Wirkung verschiedene Kategorien der Modaladverbien:

  • verstärkende Wirkung: sehr, besonders
  • abschwächend: fast, kaum, ganz, einigermaßen
  • infrage stellend: wohl, vielleicht, möglicherweise
  • bestärkend: sicher, bestimmt, allerdings, natürlich, unbedingt
  • verneinend: keineswegs, keinesfalls, umsonst
modalsatz beispiel

Diese Modaladverbien verleihen einem Ausdruck eine bestimmte Färbung3 beziehungsweise4 Wirkung. Dazu haben wir für dich ein paar Beispiele herausgesucht. Diese Sätze scheinen auf den ersten Blick gleich zu sein, die Modaladverbien im 2. Satz bringen jedoch eine bestimmte Stimmung herüber:

  • Ich freue mich für dich! – Ich freue mich sehr für dich!
  • Paul hat gut geschlafen. – Paul hat einigermaßen gut geschlafen.
  • Ich besuche morgen meine Familie. – Ich besuche morgen vielleicht meine Familie.
  • Sie wird dich anrufen. – Sie wird dich bestimmt anrufen.
  • Du darfst nicht hingehen. – Du darfst keinesfalls hingehen.

Modalverben

Es gibt folgende Modalverben: dürfen, können, mögen, müssen, sollen und wollen. All diese Verben können Verschiedenes ausdrücken. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, schaue dir diesen Artikel an. Ansonsten haben wir auch hierfür ein paar Beispiele vorbereitet:

  • Ich darf hier spielen. (Erlaubnis)
  • Du kannst heute vorbeikommen. (Möglichkeit)
  • Ich mag dich. (Zuneigung)
  • Du musst zur Schule! (Notwendigkeit)
  • Ich soll morgen ihre Schicht übernehmen. (Auftrag eines anderen)
  • Im Juli wollen wir hier einziehen. (eine Absicht)

Modalpartikel

Dazu zählen folgende Wörtchen: mal, ja, eben, doch. Und hier ist die Erklärung:

  • mal: Wenn etwas nicht fest steht, nicht klar definiert ist: Ich muss mal meinen Chef anrufen.
  • ja: Wenn wir etwas betonen möchten, was alle Gesprächspartner bereits wissen: Wir haben ja gestern mit ihr gesprochen.
  • eben: Wenn wir etwas akzeptieren müssen: Dann schlafe ich eben bei meiner Freundin.
  • doch: Wenn wir einen Gegensatz ausdrücken: Wir waren doch gestern schon in der Bar.

Modale Angabe – Beispiele

Wenn es um ein neues Thema geht, sind die Beispiele besonders hilfreich. Übrigens, der letzte Satz hat eine Modalangabe! Kannst du sie erkennen? Richtig: Das Wort „besonders“ sorgt für eine Betonung, dass die Beispiele wirklich sehr hilfreich sind.

  • Du siehst sehr schön aus!
  • Mir geht es einigermaßen gut.
  • Vielleicht fahre ich morgen ans Meer.
  • Ich habe dich bestimmt dreimal angerufen!
  • Kaufe keinesfalls diese Früchte. Sie sind nicht mehr frisch!
  • Ich gehe mal einkaufen.
  • Du weißt ja, es ist nicht einfach, das alte Leben zu vergessen.
  • Paul steht doch nicht um 12 Uhr mittags auf?!
  • Ich muss eben den Müll wegbringen.
  • Meine Schwester darf jeden Tag etwas Süßes essen!
  • Könntest du mir die Unterlagen vorbeibringen?
  • Er mag Zitroneneis.
  • Ich muss früh losfahren.
  • Er soll seine Oma besuchen, bevor sie wegfährt.
  • Ich will schöne Kleidung tragen.

Hoffentlich konnten wir dir dabei helfen, das Thema „modale Angaben“ zu verstehen. Schreibe gerne in die Kommentare, wenn du noch Fragen hast!

Fragen & Antworten:

Was ist eine Modalangabe?

Eine Modalangabe beschreibt die Art und Weise einer Handlung aus dem Hauptsatz genauer.

Welche Arten von der Modalangabe gibt es?

Es gibt folgende Arten der Modalangabe: Modalangaben als Nebensatz, Modalverben, Modalangaben mit Adverbien, Partikel als Modalangaben.

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Wortschatz:

  1. Handlung (die): eine Tätigkeit ↩︎
  2. Tempuswechsel (der): Wenn in einem Satz mehrere Tempora benutzt werden ↩︎
  3. Färbung (die): eine bestimmte Stimmung, die mit den Worten vermittelt wird ↩︎
  4. beziehungsweise: oder ↩︎

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Artikel von:

Aleksandra

Hinter dem Polarkreis aufgewachsen und Lehrerin aus Leidenschaft. Ich liebe Deutsch und die Berge!

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